Trassenverwaltung

Züge effizient auf die Schiene bringen

Der Eisenbahnverkehr erfordert eine langfristige Planung aller betrieblichen Ressourcen: Trassen müssen beim Netzbetreiber bestellt und die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Personal frühzeitig geprüft werden. Gleichzeitig stellen volatile Bedingungen, wie kurzfristige Trassenänderungen, die Planer und Disponenten vor Herausforderungen. Die integrierte Trassenverwaltung in IVU.rail unterstützt sie dabei, diese hochkomplexe Aufgabe zu bewältigen. Mit ihr lässt sich der aktuell vom Netzbetreiber geplante und veröffentlichte Fahrplan in IVU.rail einsehen und in die operative Fahr- und Umlaufplanung einbinden.

Das Modul ermöglicht es, Trassen über Schnittstellen in IVU.rail zu importieren, ohne dass dabei Sperrkonflikte entstehen – das heißt unabhängig davon, ob die zugehörigen Fahrplandaten gerade bearbeitet werden oder nicht. Dabei unterstützt das System bereits die kommenden europäischen Standards TAF/TAP TSI, um Trassenanmeldungen digital vorzunehmen.

Gleichzeitig stellt das System eine Trassenhistorie zur Verfügung. Sie hilft den Planern, Trassenänderungen – beispielsweise zwischen bestellter und erhaltener Trasse oder bei baustellenbedingten Trassen-aktualisierungen – zu analysieren, bevor sie diese auf die geplanten Züge übertragen.

Zusätzlich zeigt ein integriertes Konfliktmodell den Planern fachliche Konflikte zwischen Zug und verplanter Trasse an. Um Änderungen nachvollziehbar zu gestalten, können Fahrplaner manuell festlegen, ob sie den Zug und seine Fahrten der Trasse entsprechend anpassen. Die Anpassung selbst erfolgt automatisch und erspart so ein fehleranfälliges und zeitaufwendiges händisches Vorgehen. In der Fahrzeugdisposition wiederum zeigt die grafische Dispositionsansicht auftretende Konflikte automatisch farblich an und filtert sie. So bleiben auch die Disponenten in der Leitstelle zu jeder Zeit über aktuelle Konfliktsituationen informiert.