In nur fünf Monaten zum neuen Tarifmodell

Ein einziger Tarif für Westfalen-Lippe: Dank des WestfalenTarifs benötigen Fahrgäste in der gesamten Region nur noch ein Ticket. Als 2011 im Gebiet des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) die Idee des gemeinsamen Verbundtarifs entstand, war die WVG besonders betroffen. Schon seit langem setzt das Unternehmen für alle seine Verkehrsgebiete auf die Lösungen der IVU. Es galt nun, einen reibungslosen Umstieg auf das neue Tarifmodell zu gewährleisten.

Um allen Fahrgästen einheitlich die neuen Fahrscheine anbieten zu können, legte die WVG besonderen Wert darauf, rechtzeitig zum Start des WestfalenTarifs alle ihre Unternehmen mit den neuen Daten zu versorgen. Neben dem zentralen Hintergrundsystem betraf das auch alle Verkaufsgeräte, vom Bordrechner über mobile Handhelds bis hin zu eTicket-Validatoren. Wichtig war es dabei, möglichst wenig in die bestehende Installation einzugreifen, um Störungen des Betriebsablaufs weitgehend auszuschließen.

Dabei half auch der standardisierte Aufbau der IVU-Lösung: Das zentrale Hintergrundsystem IVU.fare verwaltet alle Tarifdaten, bereitet sie auf und gibt sie an die Hardware weiter, die mit der Ticketing-Software IVU.ticket ausgerüstet ist. Um die Anforderungen des WestfalenTarifs im laufenden Betrieb zu implementieren, entwickelte die IVU eine Reihe von Lösungen, die der WVG einen nahezu reibungslosen Umstieg ermöglichten. Dadurch konnte die WVG auf ein außerordentliches Update verzichten, Ausfallzeiten wurden minimiert.

Innerhalb von fünf Monaten zwischen finaler Tarifdefinition und dem Start am 1. August 2017 machte die IVU alle WVG-Unternehmen für den WestfalenTarif fit. Insgesamt aktualisierte sie in dieser Zeit bei der WVG die Software von rund 850 Bordrechnern und mobilen Handhelds. Zum Stichtag konnten die Kunden an allen Verkaufsstellen – stationär wie mobil – die neuen Fahrscheine erwerben.

Ziele

  • Einführung eines neuen Tarifsystems

Besonderheiten

  • Sehr kurze Einführungszeit von fünf Monaten
  • Keine Eingriffe in Kernprozesse
  • Umfangreiche Modelltransformation