Schnelle Systemeinführung mit Standardlösung

Dichter Verkehr auf Budapests Straßen und in die Jahre gekommene Technik stellen eine Herausforderung für die städtischen Verkehrsbetriebe Budapesti Közlekedési Központ dar. Die Disponenten erhalten Informationen zur Verkehrssituation allein von den Fahrern, und haben nur begrenzte Möglichkeiten, in den aktuellen Betriebsablauf einzugreifen. Auch die Fahrgäste können sich nicht über Verspätungen und Fahrtausfälle informieren.

Die BKK plante deshalb die Einführung eines modernen IT-Systems. So sollten die Disponenten umfassenden Überblick über das Verkehrsgeschehen sowie zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten erhalten. Es war zudem geplant, an Haltestellen und in Fahrzeugen dynamische Fahrgastinformationen anzuzeigen. Zugleich wollte die BKK die Grundlage für künftige Angebotserweiterungen schaffen, wie etwa flexibles E-Ticketing. Die Wahl fiel auf die IVU mit ihren Erfahrungen aus ähnlichen Großprojekten und dem schnell zu implementierenden Standardsystem IVU.suite. Rund 2.300 Fahrzeuge (Zahnradbahn, Donaufähren, Straßenbahnen, Trolleybusse, Hybridbussen) mussten mit Bordrechnern ausgerüstet werden.

Die IVU installierte in der gesamten Flotte die Bordrechner IVU.box sowie die Betriebssoftware IVU.cockpit. Zugleich entstand in Budapest eine neue Leitstelle mit 32 Arbeitsplätzen. Die Leitstellensoftware IVU.fleet verarbeitet die Signale aller Bordrechner und stellt die aktuelle Verkehrssituation übersichtlich dar. Zahlreiche Dispositionsfunktionen erlauben eine umfassende Betriebslenkung. Für die Information der Fahrgäste sorgt IVU.realtime, das die Echtzeitdaten für mehr als 300 Fahrgastinformationsanzeiger in der Stadt aufbereitet und über Standardschnittstellen weiteren Systemen zur Verfügung stellt. Mit IVU.control schließlich evaluiert die BKK ihre Betriebsleistung und Angebotsqualität. Der spezialisierte IT-Prozess IVU.xpress ermöglichte es, in nur zwei Jahren das gesamte Flottenmanagement Budapests zu modernisieren. Das zahlt sich aus: Die BKK-Kunden zeigen sich mit den Leistungen ihres Verkehrsbetriebs viel zufriedener als zuvor – auch dank der erweiterten Informationsmöglichkeiten für Fahrgäste.

Ziele

  • Vollständige Modernisierung des Flottenmanagements
  • Einführung eines Fahrgastin-formationssystems

Besonderheiten

  • Sehr heterogene Fahrzeugflotte (Fahrzeugtypen, Betriebsalter, technische Voraussetzungen)
  • Sehr kurze Projektlaufzeit